In der Juni Ausgabe berichtet die IHK Niederbayern über die großen Online-Marktplätze, amazon und eBay. „Für die einen sind sie die unverzichtbaren Heilsbringer, für die anderen das Sinnbild für Marktmacht und Bedrohung des stationären Handels“, so ein Zitat.
Welchen Einfluss und Auswirkungen die Online-Marktplätze auf Händler haben, wurde beispielhaft am Shop von Klaus Wallner dargestellt, der unter www.premiumshop321.de einen Shop für Heimtextilien betreibt.
Vor zehn begann Wallner Heimtextilien zunächst über eBay anzubieten. PremiumShop321 war zunächst ein Nebenerwerb mit Lager im Keller, doch rasch stiegen die Absätze Monat für Monat.
Neben einer Lagerhalle wurden weitere Vertriebskanäle erschlossen. Amazon folgte mit ebenfalls großem Erfolg. Da das Sortiment mittlerweile über 2.500 Artikel umfasst wie Badetücher, Saunatücher, Bademäntel, Bettwaren (unter anderem auch für das Hotelgewerbe) sowie hochwertige in Deutschland hergestellte Daunenprodukte und 70.000 Auslieferungen pro Jahr, war der eigene Online-Shop die logische Konsequenz.
Klaus Wallner hat sich mit PremiumShop321 auf die Fahne geschrieben, hochwertige Produkte durch Eigenmarken zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis anzubieten und achtet vor allem darauf, dass die Ware nicht in Billiglohn-Ländern hergestellt wird.
Der Erfolg gibt ihm recht: die Retourenquote ist sehr gering.
Dem oft zitierten Vorwurf, dass der Online-Handel Arbeitsplätze vernichtet, entgegnet Wallner im Interview mit der IHK: „Wir sind anderer Meinung. Nach unserer Auffassung ver­lagern sich die Arbeitsplätze lediglich, hier denke ich an vielfältigste Aufgaben für Webdesigner, Programmierer, Logistiker, Fotografen und viele mehr. Wir selbst beschäftigen derzeit sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und beauftragen eine Menge an Dienstleistern. Da wir künftig sehr stark auf unseren eigenen Webshop setzen wollen, investieren wir beispielsweise große Summen in Agenturen für Suchmaschinenmarketing und -optimierung. Das ist teuer, aber die teuerste Werbung ist diejenige, die man nicht macht.“